FDP Kreisverband Steinfurt

23.06.2010

Kompostwerk ist größtes Projekt der vergangenen Jahre

Kreis Steinfurt – Grünes Licht gab es jetzt für eines der ehrgeizigsten und größten Projekte im Kreis Steinfurt der vergangenen Jahre.
Die Mitglieder des Kreisausschusses stimmten mehrheitlich dafür, dass der Bau und Betrieb des zwischen 15 und 20 Millionen Euro teuren Projektes ausgeschrieben werden und die Entsorgungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (EGST) Eigentümerin des neuen Kompostwerkes wird.

Lediglich die FDP-Fraktion stimmte im Kreisausschuss dagegen. Sie strebte eine zeitliche Begrenzung des Betriebes auf fünf Jahre an. „Für diesen vergleichsweise kurzen Zeitraum findet kein Unternehmer eine Bank, die ihm das Projekt vorfinanziert“, verteidigte Kreisbaudirektor Franz Niederau die langfristigere Lösung.
Der Baustart ist für Mitte 2012 vorgesehen – unabhängig davon, ob das Kompostwerk mit Vergärung in Altenberge oder Saerbeck entsteht. „Damit haben wir ein ganzes Jahr Vorlaufzeit und sind optimistisch, dass das neue Kompostwerk spätestens zum 1. Januar 2014 betreibsbereit ist“, so der Kreisbaudirektor weiter.
 
Nahverkehr

Einstimmig beschloss der Kreisausschuss den, öffentlichen – Personennah – Verkehr (ÖPNV) nach den Vorgaben der Europäischen Union direkt an die Regionelverkehr Münsterland (RVM) zu vergeben. „Damit werden die Dienstleistungen innerhalb des ÖPNV langfristig gesichert“, versicherte Kreisbaudirektor Franz Niederau. Er sagte zu, dass die Fahrpläne unverändert bleiben würden. Die FDP – Fraktion signalisierte leichte Baucschmerzen. „Für uns ist das wie eine Verstaatlichung“, meinte FDP – Kreisausschussmitglied Hans – Jürgen Streich. „Das ist Kommunalisierung und keine Verstaatlichung“, entgegnete Helmut Fehr von den Grünen auf diese Formulierung der FDP.
* lem - Münstersche Zeitung, Ausgabe Steinfurt



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